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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Niedersachsen e.V. - Bezirk Oldenburg-Nord e.V. - OG Butjadingen e.V.

Neue Familie .. neues Glück - Ruta Maya

 

Neue Familie neues Glück…

Dier ersten beiden Wochen in meiner neuen Familie verlief ohne besondere Ereignisse. Es hatte sich nur geändert, dass ich ab jetzt pünktlich zur Schule kam, niemals alleine Zuhause war und immer jemanden hatte der mir helfen konnte. Meine Gastmutter ist zwar schon über 70 und von ihren Kindern lebt nur noch die 30-Jährige Tochter im Haus aber das störte mich wenig. Außer den beiden leben hier noch der Vater meiner Gastmutter (86 Jahre) und die Nichte(15 Jahre), die hier in Minatitlan zur Schule geht.

Da die Ruta Maya (Reise zu den schönsten Orten Südmexikos) bald anfing und ich danach eine Reise zu Alfonso machen wollte, musste ich noch ein paar Dokumente besorgen. Für die Ruta Maya war alles schnell fertig, da man für eine Rotaryreise keine Dokumente benötigt. Aber die Reise zu Alfonso musste gut organisiert werden. Ich brauchte für diese Reise eine Erlaubnis meiner Eltern in Deutschland (auf Spanisch und Deutsch in 5x Ausführung), eine Erlaubnis meines Chairmans (Jugendbeauftragter von meinem Rotary Distrikt) aus Deutschland(3x Ausführung), eine Einladung des Gastclubs hier in Mexiko(3x Ausführung), die Bestätigung und Erwiderung dieser Einladung meines Clubs hier in Mexiko(3x Ausführung), eine Erlaubnis meiner jetzigen Gasteltern dass ich in der angegebenen Zeit bei meinem Freund wohnen darf(der auch Rotarier sein muss/ 3x Ausführung) und ein 3-Seitiges Dokument indem genau beschrieben werden muss was ich wann mache, wo ich genau hinfahre, mit welchen Verkehrsmitteln ich fahre usw.
Dieses Dokument musste dann auch noch von 6 Personen Unterschrieben werden. Unter diesen Personen waren meine Gasteltern, mein Counsselor (der in meinem Club fuer mich Verantwortlich ist), mein YEO(Youth Exchange Officer), der Präsident meines Rotary Clubs, die Bezierksmanagerin und die Chairwoman (oberste Chefin für die Austauschschüler im gesamten Distrikt). Diesen ganzen Kram brauch man also wenn man alleine im Ausland ohne Rotary verreisen will.

Naja ich hatte geplant erst über Weihnachten zu Alfonso zu fahren, wurde aber nichts, da meine Chairwoman mir gleich gesagt hat, dass ich Weihnachten zu Hause sein müsste. Also alle Dokumente umsonst geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt waren es aber nur noch 5 Tage bis Ruta Maya und ich brauchte alle Dokumente in allen Ausführungen mit Stempeln und Unterschriften für den neuen Zeitpunkt noch einmal. Das einzige was nur einmal benötigt wurde, ist das Dokument meiner Eltern. Hier hatte ich glücklicherweise den ganzen Dezember angegeben und somit konnte ich es noch einmal benutzen. Also E-Mails geschrieben und alles nochmal überarbeitet und mir die Unterschriften geholt.

Hmm ne nochmal... Rechtschreibfehler... und nochmal.. Jedes mal war ich nach diesem neuen Dokument bei meinem Club und hab nachgefragt ob es denn jetzt in Ordnung ist. Meine Gastschwester, die mir bei allem geholfen hatte  war schon mega genervt und kurz vorm Ausrasten...

Endlich sagte man mir, dass ich es so abschicken kann... Vorerst jedenfalls. Es kam aber nur bis zu meinem YEO... Falsches Dokument... Ich hatte immer das Dokument für die vorherigen Jahre ausgefüllt und musste das Brandneue erst 2 Monate alte Dokument nehmen. Sie fragte mich auch noch ob ich das nicht wüsste und das ich darauf hätte achten müssen..!!!

Hm hatte sie mir nicht die alte Vorlage gegeben..?? Naja nicht aufregen sondern ab  nach Hause und Das neue Dokument geschrieben. Bis ich dann alles so fertig hatte waren schon ein paar Tage ins Land gegangen und wir hatten den letzten Abend vor meiner Abreise nach Veracruz. Auch das Dokument hatte ich schon mindestens 10x neu geschrieben...

Also 10 Uhr abends und nacheinander alle Rotarier meines Clubs aus den Betten geklingelt, damit sie unterschrieben. Um 1 Uhr nachts kamen wir dann endlich zu meinem YEO und gaben das Dokument ab. Sie wollte es dann an den Verantwortlichen für den Bezirk weitergeben.

Ich war zufrieden und dachte alles wird gut... aber war es das wirklich..??

Naja keine Zeit sich das zu fragen. Am nächsten Morgen um 6 Uhr aufgestanden und zu den Rotariern gefahren, mit denen wir nach Veracruz fahren wollten. 7 Uhr – Andre abholen. 12 Uhr Ankunft in Veracruz bei meiner Gastfamilie. 12:30 Uhr – Andre wird von seiner Gastfamilie abgeholt. So nun war ich mit Felix(dem Deutschen Austauschschüler der dort in der Familie wohnt) alleine. Wir sollten auch ziemlich direkt danach abgeholt werden, da er mit einem Freund noch ein paar Sachen erledigen wollte und wir dann zum Strand fuhren um zu driften...

Naja Strand und driften macht mehr Spaß also dort zuerst hin. Durch den weichen Sand konnten wir auch echt gut driften..:D aber eben nur einmal...

Da wir nach diesem Drift nichtmehr weiterkamen stiegen wir aus und schauten was passiert war.
Aber sehen konnte man nichtmehr viel... Die Vorderreifen waren fast komplett mit Sand besetzt und als wir sie freigelegt hatten sahen wir nur, dass sich die Vorderreifen eingegraben hatten und der Motorblock schon auflag..

Also rangemacht und Auto befreien.. Weiteres fahren half nicht, da die Reifen immer durchdrehten und der Wagen vorne nach 15 Minuten nur noch auf dem Motorblock lag...

Auch alles Hebeln verursachte nur. Dass die Frontverkleidung risse bekam und schließlich brach.. Von einem anderen Auto kam dann nach 1 Stunde probieren endlich Hilfe. Wir versuchten mit dem anderen Auto unseren Wagen aus dem Sand zu schieben.

Resultat: Anderer Wagen hatte sich eingegraben, unser Motorblock wurde auch noch tiefer in den Sand gedrückt und die Heckverkleidung brach. Von den ganzen Lackschaden brauchte man eigentlich garnichterst anfangen. Naja mit weiterer Hilfe schafften wir es dann erst den anderen Wagen aus dem Sand Loch zu heben und dann unseren herauszuschieben. Dies alles hatte fast 2 Stunden gedauert. Da der Wagen zwar noch fahren konnte aber total dreckig war, mussten wir wohl erstmals in die Waschanlage. Dies dauerte auch nochmal eine Stunde, da wirklich in jeder Ritze dieses verdammten Wagens sich Sand befand. Aber egal was sein muss, muss sein!

Abends waren wir zusammen mit den anderen Austauschschülern in 2 verschiedenen Bars und haben den Abend genossen. Der Tag danach war eher entspannend, da wir ausgeschlafen haben und ich nachmittags mit dem Gastbruder von Felix einkaufen gegangen bin.

Ruta Maya stand an. Um 7 Uhr trafen wir uns alle an einem Einkaufzentrum und wurden dann in die Busse eingeteilt.
Zuerst ging es für uns nach Orizaba, wo wir weitere Austauschschüler mit nahmen und danach nach Oaxaca wo wir in einem 4* Hotel eincheckten. Da die meisten Hunger hatten, es aber erst um 19 Uhr Abendessen gab, sind viele in eines der vielen Restaurants der Stadt gegangen und haben dort etwas gegessen. Ich war mit Saskia und Amy(Deutschland und USA) unterwegs, da wir auch auf den anderen treffen immer viel miteinander gemacht hatten. Wir waren bei einem „Italiener“ der irgendwie komplett Mexikanisch war, weil an der Oizza eben nichts Italienisches dran war.

Ist schon komisch wenn erst Pizzateig, dann der Schinken und die Ananas und dann noch 3 cm nur Käse kommen und irgendwie die Tomatensauce fehlt. Die wird hier in Mexiko einfach in Form von Ketchup oben raufgepackt.

Pane Vino ich vermisse dich!!

Naja egal, Pizza aufgegessen und ab die Stadt anschauen. Dies taten wir dann noch mit einer Australierin, 2 Brasilianerinnen und einer weiteren Deutschen.
Die Stadt war nur mäßig schön, hatte aber viele Diskos, war also ganz nach unserem Geschmack.

Abends gingen wir Austauschschüler eben dann alle in eine Disko und feierten dieses mal wirklich nur bis 12 Uhr nachts. Ich glaube es war aber nur eines der wenigen male, wo wir die Zeit unserer Chairwoman wirklich eingehalten haben.

Am nächsten Tag fuhren wir San Bartolo Coyotepec wo wir zuerst eine alte Mayastadt besuchten. Diese lag ganz oben auf einem Berg, war noch komplett erhalten und hatte eine Flächte von geschätzten 16 Fußballfeldern. Wir benötigten knapp 4 Stunden um alles zu besichtigen und ich schoss knapp 1000 Fotos. Unsere Flaggen durften wir hier nicht mit hinein nehmen, da die Mexikaner da ein bisschen eigen sind.

Nach diesem Ausflug fuhren wir in ein Restaurant zum Essen. Das Buffet brauchte ca. 1 ½ so viel Fläche wie unsere Halle in Stollhamm groß ist. Manche die sich vorher vorgenommen hatten alles einmal zu probieren, gaben ihr Vorhaben also schnell auf, da dies so gut wie niemand schaffen konnte. Nach dem Essen ruhten wir uns im Garten aus. Hier stand ein originaler Rosinenbomber aus dem 2. Weltkrieg, den man sogar besichtigen durfte. Da man aber auch alles anfassen konnte war hier nichtmehr viel zu besichtigen. Es fehlte fast alles.

Abends als wir wieder in Oaxaca waren gingen wir Austauschschüler wieder in eine Disko und feierten. Dies solange bis sich die Gruppe um 1 Uhr nachts auflöste, da ein paar schlafen gehen wollten und die anderen eben in einer andere Disko weiterfeiern wollten.

Den Tag danach verließen wir Oaxaca und fuhren in Richtung Tuxtla Gutierrez in Chiapas. Auf dem Weg dahin besichtigten wir eine „Fabrik“ in der Mezcal hergestellt wurde. Mezcal ist eben genau wie Tequila ein Schnaps der aus 100% Agaven hergestellt ist. Hier ist der Unterschied, dass Tequila nur aus der Blauen Agave und Mezcal aus verschiedenen Agavenarten hergestellt wird. Auch wird in die Mezcalflasche ein noch lebender Wurm gemacht. Hierbei habe ich allerdings keine Ahnung warum der da drinnen ist. In Tequila ist übrigens nie dieser Wurm. Die Reifezeit von Mezcal liegt bei 2 Monaten(klarer Mezcal) und geht bis zu 7 Monaten(dunkler Mezcal mit mehr Geschmack).

Bei dieser Besichtigung ging es allerdings um das Verköstigen danach. Auch haben wir zwei Flaschenweise Mezcal eingekauft, da er sich gut als Geschenk eignet. Das er aber nicht ganz so gut schmeckt und man ziemlich schnell davon benommen wird musste ich ein paar Wochen später erfahren.

Um 23:30 Uhr erreichten wir Tuxtla GTZ, und fielen hier alle Müde in die Betten. Naja um genau zu sein ging nur die Hälfte schlafen. Die andere Hälfte war irgendwo unerlaubt in der Stadt unterwegs oder im Pool bzw im Fitnessstudio. Geschlafen wurde eigentlich immer nur im Bus.

24.11.2011 – An diesem Tag fuhren wir wieder zu dem Canyon indem ich schon einen Monat vorher war. Aber egal, da man beim zweiten Mal ebenfalls immer neue Sachen entdecken kann bin ich auch wieder voller Vorfreude mitgefahren.

Da in einem Speedboat nicht genug Platz für uns alle war, mussten 15 Leute in ein anderes Speedboat umsteigen. Das schöne hieran war, dass die anderen im großen Boot nur einmal 400 PS hatten und wir 2x 250 PS. Da wir auch noch weniger Personen waren mussten wir ständig warten und hatten aber somit auch mehr Zeit um uns die Sachen gründlich erklären zu lassen.

Nach dieser Canyon fahrt gingen wir in kleinen Gruppen in die Stadt und kauften uns einzeln etwas zu Essen, da kein Mittagessen für uns vorgesehen war. Nachmittags fuhren wir nach San Christobal, wo wir in ein Hotel im Hazienda-Stil(Viele große Häuser auf weiter Fläche) eincheckten.

Abends konnten wir wieder frei bewegen und ich schaute mir wieder mit Saskia und Amy die Stadt an. San Christobal hat eine wunderschöne Altstadt, in der die Häuser alle dich aneinander bebaut sind und alle schoen gestrichen sind. Alles ist sauber und man sieht keine Bettler irgendwo rumliegen. Normal finde ich dies nicht schlimm aber wenn wirklich alle 10 Meter einer sitzt nervt es irgendwann. Was mich in San Christobal genervt hat, sind die Verkäufer. Diese bestehen aus alten Frauen und Kindern die einem mit ihrer Ware hinterherlaufen und einen solange bequatschen bis man den Kram dann auch endlich kauft. Hier lernten wir schnell, dass man nicht mehr als 2 Sekunden auf deren Ware starren sollte, da man sonst mindestens die nächsten 10 Minuten jemanden an den Hacken hat. Wenn die anderen dann aber auch sehen, dass eine jemanden an der Angel hat, dann kommen sie alle und du stehst eingekreist und kommst nichtmehr wieder raus und musst beim raus drängeln aufpassen, dass sie dir nicht das Geld oder das Handy klauen.

Am folgenden Tag besuchten wir die Cascadas de Agua Azul, einen riesigen Wasserfall der komplett klarer und Blaues Wasser hat. Hier gingen wir schwimmen und danach in einem der vielen Restaurants essen.

Abends fuhren wir nach Palenque wo wir in ein weiteres 3* Hotel eincheckten. Dort hatten wir diesmal keine Chance feiern zu gehen, da es in Palenque zu gefährlich ist und die Chairwoman nicht glaubte, dass alle wieder heile ins Hotel wieder zurückkommen würden. Somit blieben wir alle im Hotel und gingen im Pool schwimmen. Danach saßen wir alle zusammen und haben geredet und irgendwelche scheiße gebaut. Dabei bin ich leider mit meinem Fuß so unglücklich umgeknickt, dass ich mir die Sehne im Fuß stark gezerrt hatte. Somit würde ich die nächsten Tage wohl humpeln müssen... Na toll Birk..!!

26.11.2011 – Ruinas de Palenque. Diese Ruinen waren eigentlich auch keine Ruinen, sondern eine noch fast komplett erhaltene Maya Stadt auf einer Fläche von mindestens 40 bis 50 Fußballfeldern. Trotz meines Fußes ging ich auf alle Ruinen rauf, da ich ja nur das eine mal da war und diese Ruinen in meinem Leben wahrscheinlich nie wieder sehen werde. Mit ein paar Schmerztabletten und Voltaren Salbe ging das dann auch erstaunlich gut.

Um 11 Uhr fuhren wir dann nach Playa del Carmen(in der Nähe von Cancun), wo wir so gegen 22 Uhr ankamen. Dort konnten wir etwas essen und uns am Hauseigenen Strandabschnitt entspannen.

An nächsten Tag ging es für uns in den Freizeitpark Xel-Ha in der Nähe von Tulum. Xel-Ha ist ein riesiger See mit total klarem Wasser, Unterwasserriffen vielen verschiedenen Fischarten, Seilbahnen usw. Wenn man gerade nicht schwimmt, sondern auf einem der Wege unterwegs war konnte man die verschiedensten Tropischen Tierarten entdecken, die sich in dem freien Gelände überall bewegen konnten. Auch gab es Sprungtürme und Schwimmwege durch die Mangroven. Da ich mich mit meinem Fuß den Tag vorher ziemlich verausgabt hatte blieb mir wohl nichts anderes übrig, als den Fuß hängen zu lassen und nur mit den Armen zu schwimmen. Es ging aber auch.

Abends fuhren wir wieder zurück nach Playa del Carmen und ich saß mit ein paar Brasilianern noch bis 5 Uhr morgens am Strand. Als ich dann schlafen gehen wollte konnte ich leider nicht ins Zimmer, da dort 2 Leute sehr beschäftigt waren. Auch der dritte mit dem wir uns das Zimmer teilten hatte sich woanders einquartiert. So ging ich ins gegenübergelegene Zimmer und schlief dort die nächsten paar Stunden.

Am folgenden Tag ging es in den nächsten Freizeitpark nach X-Caret. Hier konnte man in Tropfsteinhöhlen schwimmen, Rafting Touren machen, mit einem Geländewagen die Landschaft erkunden oder auf insgesamt 6 Kilometern Seilbahn den Park erkunden. Ich schwamm zuerst in einer der Tropfsteinhöhlen und machte dann die Rafting touren, die ebenfalls in Tropfsteinhöhlen waren. Da ich sehr müde war suchte ich mir irgendwann eine stille Ecke in einer Tropfsteinhöhle und schlief ein paar Stunden. Da danach nichtmehr genug Zeit war und ich auch mit meinem Fuß nicht so viel laufen wollte ging ich mit ein paar anderen Autofahren.

Wir kamen auch alle heile an und mussten so nichts bezahlen. Ein paar andere hatten einen Geländewagen in einer Höhle so quergestellt, dass dieser Weg vorübergehend geschlossen werden musste. Der Wagen hatte sich wohl so verkeilt, dass schweres Gerät benötigt wurde um den Wagen wieder herauszuholen. Dafür mussten sie auch knapp 1000 Pesos(55 Euro) bezahlen. Eine andere Gruppe fuhr zu schnell in die Kurve und der Geländewagen kippte um. Auch diese Gruppe musste 1000 Pesos bezahlen.

Wieder zurück im Hotel machen wir uns alle fertig und wollten nach Cancun in einer der größten Diskos von Cancun. Naja wollten... rein gelassen wurden wir nicht, da wir weder Tickets hatten, noch zur High Society gehörten und eben auch keine VIP`s waren. Naja egal also haben wir 500(25 Euro) Pesos bezahlt und konnten dafür in eine andere Disko. Für die Disko wurden uns aber Plätze für den nächsten Abend reserviert. Die andere Disko war ein offener Raum in den jeder von der Straße reinschauen konnte und der wie ein Griechisches Theater geformt war(d.h. man konnte von jedem Ort der Disko jeden anderen Winkel sehen). Da unsere Chairwoman dabei war konnten wir weder Alkohol trinken, nicht flirten und auch jeder Versuch mit jemandem anderes aus der Disko zu tanzen wurde von der Chairwoman unterbrochen. Nach 2 Stunden waren alle Austauschschüler dafür wieder nach Hause zu fahren weil man kann nicht vernünftig feiern, wenn man ständig kontrolliert wird.

Naja egal ab ins Hotel wo wir wieder bis 4 Uhr morgens am Strand waren. Diesmal hatte ich das gesamte Hotelzimmer für mich, da die beiden anderen sehr beschäftigt in anderen Hotelzimmern waren.

Der nächste Tag führte uns wieder in einen Freizeitpart. Diesmal war es X-Plor. Naja alle gehören eben zur selben Gruppe und liegen alle dicht beieinander. Da aber alle müde waren und keiner mehr so richtig Lust hatte, lagen wir am Strand und genossen den Tag. Ich selber habe mir den Park nicht angeschaut aber die anderen meinten es wäre wohl so eine Art Zoo mit anfassen gewesen...

Nachmittags  waren wir in einer Show, die die komplette Geschichte Mexikos erklärte. Dies war aber nicht in Sprache, sondern nur durch Tänze und verschiedene Kostüme gemacht. Ich fand die Show sehr gelungen und interessant, was die hälfte der Austauschschüler nicht sagen konnte.. Sie hatten geschlafen.

Abends wollten die meisten wieder nach Cancun und so stellte sich die Chairwoman bereit wieder mitzufahren. Auch die anderen 3 Betreuer fuhren mit nach Cancun. Ich selber bin mit ein paar Freunden in Playa del Carmen geblieben, da ich für eine komplett kontrollierte Feier und nur für ein paar Stunden keine weiteren 700 pesos (35 Euro) ausgeben wollte.

Am darauffolgenden Tag wurde ausgeschlafen. Wir konnten tun und lassen was wir wollten und den ganzen Tag am Strand entspannen. Auch durften wir Jet Ski fahren(was uns Austauschschülern ja normal verboten ist). Einer der Austauschschüler schaffte es aber einen Crash zu bauen und einen anderen Jet Ski stark zu beschädigen.

Als die Betreiber dieses Unglück sahen, wollten sie 500 USD von uns haben, da dies ein großer Schaden für sie war. Wir weigerten uns und holten Hilfe von unserer Chairwoman. Diese drohte den Betreibern mit der Polizei, da wir alle unter 18 waren und nicht hätten fahren dürfen. Sie verlange sogar noch Geld von den Betreibern, da diese uns wissentlich in Gefahr gebracht hatten. Da das Wort Polizei fiel waren die Betreiber sehr schnell wieder kompromissfreudig und am Ende mussten wir nichts bezahlen.

In der Nacht fuhren wie wieder nach Cancun wo wir in einem großem Einkaufszentrum die Nacht hatten einzukaufen.

Am Tag danach (01.12.11) fuhren wir nach Chichen Itza. Dies ist auch wieder eine Maya Stadt auf einer Fläche von rund 40 Fußballfeldern. Da ich mit meinem Fuß auch wieder komplett laufen konnte schaute ich mir die gesamte Stadt an und machte auch hier wieder viele Fotos.

Zwischendurch telefonierte ich mit meiner Gastfamilie, da ich immer noch keine Erlaubnis für meine Reise zu Alfoso hatte. Meine Gastfamilie sagte mir dann, dass die Bezirksleiterin nicht unterschreiben wollte oder nicht da war und ich somit eigentlich nicht hätte fahren dürfen. Da aber mein Rotary Präsident sagte, dass ich inoffiziell fahren konnte erlaubte mir meine Familie bis zum 27 bei meinem Freund zu bleiben. Ich sollte nur aufpassen, dass nichts passiert, da ich riesige Probleme bekommen würde wenn herauskommt, dass ich ohne Erlaubnis fahren würde. Um genau zu sein hätte dies meine Rückkehr nach Deutschland bedeutet.

Danach fuhren wir nach Uxmal, wo wir gegen 21 Uhr ankamen. Hier schauten wir uns eine Lichtershow an. Dies bestand aus 4 Maya Tempeln die einzeln Beleuchtet waren und je nach dem lauf der erzählten Geschichte angeleuchtet wurden. Ich fand es aber eher langweilig und dass man da mehr draus hätte machen können.

Nach dieser Veranstaltung fuhren wir weiter nach Merida wo wir in einem 5* Hotel eincheckten.

Die Nacht verbrachte ich wieder in einem anderen Zimmer, da meins wieder belegt war. Nach der Nacht fuhren wir nach Campeche, wo wir gegen 15 Uhr ankamen. Nach dem Essen machten wir eine Stadtrundfahrt und genossen unsere letzte freie Nacht von Ruta Maya wie immer in einer Disko.

Am letzten Tag unserer Reise fuhren wir ab 8 Uhr morgens über Villahermos, Tabasco nach Coatzacoalcos(meiner Nachbarstadt) und zum Schluss nach Veracruz zurück, wo wir nach 14 Stunden Busfahrt um 24 Uhr ankamen.

 

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