Informationen zum aktuellen Thema
Stadt Nordenham erhöht Nutzungsgebühr für Hallenbäder um 1400 Prozent.
Fehlen an der Küste bald Rettungsschwimmer?
Am Freitag den 25.02.2011 hat ein Team vom NDR bei uns im Luisenhof einen Bericht zum Thema - Fehlen an der Küste bald Rettungsschwimmer? - gedreht.
Dieser Bericht ist im Internet zu sehen unter folgendem Link:
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/dlrg167.html
Redakteur Dirk Harmssen
NDR berichtet über die schwierige Ausbildungssituation
Am kommenden Fr. 25-02 ab 18:00 Uhr wird uns der NDR im Luisenhof besuchen.
Es soll ein Bericht über die schwierige Ausbildungssituation der DLRG in Niedersachsen entstehen. Es werden einige Interviews geführt und diverse Ausbildungsszenen gefilmt!
Von: Markus Felske 23.02.2011
Leserbrief aus der NWZ Online 02.02.2011
DLRG soll für Fehler das Rates zahlen
„Schwimmausbildung gefährdet“, vom 29. Januar
Es stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Nordenhamer Ratsherren so handeln würden wie die Butjadinger? Nordenham hat seine Hallenbäder nicht verscherbelt. Nordenham trägt die laufenden Kosten, damit die Nordenhamer Bevölkerung an Schwimmlehrgängen teilnehmen und Winter wie Sommer (...) baden und schwimmen kann, ohne kilometerweit fahren zu müssen. Die Eintrittsgelder sind erschwinglich, auch für Familien mit Kindern über 12 Jahre.
In Butjadingen hat man noch nicht über den Tellerrand hinaus gesehen. Für die vom Rat verschuldete Fehlentwicklung soll nun die DLRG die Zeche zahlen.
Warum verfügt die Gemeinde nicht mehr über ein eigenes Hallenbad? Ach ja, dafür gibt es ja ein Spaßbad mit Tropenflair und nicht zu vergessen, eine Nordseelagune. Alles bestens für die Ausbildung der DLRG-Helfer und Schwimmlehrgänge geeignet. Ich frage mich, wer die Fahrtkosten nach Nordenham bezahlt. Die kommen ja zum Entgelt für die Nutzung hinzu. Wo in Butjadingen findet Senioren-, Kleinkinder- und Babyschwimmen statt? (...)
Natürlich müssen die Ratsvertreter miteinander reden, wenn es um die Höhe der Forderung geht. Die Suppe auslöffeln müssen aber diejenigen, die sie Butjadingen eingebrockt haben, und das war nicht die DLRG!
Anmerken möchte ich noch, dass Spaßbad und Lagune ihre Berechtigung haben. Wer aber (...) richtig schwimmen will, der fährt nach Nordenham.
Von H. Kegel, Langwarden
Gebühr mit Gegenleistungen verrechnen
Schwimmausbildung Stadt Nordenham ist zu weiteren Gesprächen mit der Butjadinger DLRG bereit
Die Rettungsschwimmer hätten auf die Vorschläge der Stadt bislang nicht reagiert. Ein weiteres Entgegenkommen sei nicht möglich.
Die Stadt Nordenham sei weiterhin bereit, gemeinsam mit der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen eine Lösung zu finden, die den Butjenter Rettungsschwimmern die weitere Nutzung der beiden Nordenhamer Hallenbäder ermöglicht. Dazu erwarte die Stadt Vorschläge für Leistungen der DLRG, die mit den Hallennutzungsgebühren verrechnet werden können.
Dies hat jetzt Jens Freese, Leiter des Amtes für Bildung und Freizeit der Stadt Nordenham, dem Vorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen, Reiner Przyklang, mitgeteilt. Freese reagierte damit auch auf die von der DLRG eröffnete öffentliche Diskussion des Themas.
Wie bereits berichtet, hat die Stadt Nordenham die Nutzungsgebühren für die beiden Hallenbäder für die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen um 1400 Prozent erhöht. Für wöchentlich je zwei Stunden Schwimmausbildung im Störtebeker- und im Nordbad soll die DLRG künftig 6300 Euro pro Jahr zahlen. Bisher waren es 420 Euro.
Weil die Rettungsschwimmer diese Summe nicht aufbringen können, haben sie einen Zuschussantrag bei der Gemeinde eingereicht. In dem Antrag macht die DLRG deutlich, dass ohne Fortsetzung der Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung die DLRG mittelfristig den Wachdienst an den Butjadinger Strandbädern einstellen sowie sich aus dem Rettungs- und Katastrophenschutzdienst zurückziehen müsste.
Die unbedingte Notwendigkeit einer guten Schwimmausbildung von Kindern und der Rettungsschwimmerausbildung für die Küste wird auch von Jens Freese unterstrichen. Weil die Butjadinger DLRG die geforderte Nutzungsgebühr aus eigenen Mitteln kaum aufbringen könne, hätten verschiedene Gespräche stattgefunden, um den Rechnungsbetrag deutlich zu reduzieren.
So habe die Stadt der DLRG vorgeschlagen, Gegenleistungen zu erbringen, um die mit der Nutzungsgebühr verrechnen zu können. Angedacht worden seien Schwimmkurse in Kooperation mit den Grundschulen, Badeaufsicht in den städtischen Bädern sowie eine Betreuung und Ausbildung der DLRG-Mitglieder in Nordenham.
Bislang habe die DLRG Butjadingen auf die Vorschläge der Stadtverwaltung nicht reagiert, stellt Jens Freese fest. Zudem habe die DLRG mitgeteilt, dass sie sich für ihre Aufsichtsleistungen in den Butjadinger Strandbädern um ein angemessenes Entgelt bemühen möchte, um damit ihren Ausbildungsbetrieb finanzieren zu können.
Der Amtsleiter wies zudem darauf hin, dass die geforderte Stundengebühr von 51,12 Euro noch deutlich unter dem kostendeckenden Stundensatz von rund 80 Euro liegt.
Von Rolf Bultmann NWZ Online vom 02.02.2011
Gebühren um 1400 Prozent erhöht

Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus Butjadingen und Nordenham nutzen das Ausbildungsangebot der Butjadinger DLRG, um in den Nordenhamer Bädern schwimmen zu lernen. Foto: pr
29.01.2011
Das Schwimmtraining der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen steht vor dem Aus. Die Stadt Nordenham hat die Gebühren für die Nutzung der beiden Hallenbäder drastisch erhöht. „Das können wir nicht wuppen“, sagte der Ortsgruppenvorsitzende Reiner Przyklang.
So war es bisher: Die Übungszeiten der Jugendlichen im Hallenbad am Luisenhof waren kostenlos. Im Störtebeker-Bad hat die DLRG für die Rettungsschwimmerausbildung 7,67 Euro pro Stunde bezahlt. Das entsprach in etwa den Sätzen für Nordenhamer Vereine. Bei 123 Übungsstunden kamen so für die DLRG im Jahr 420 Euro zusammen.
Im März vergangenen Jahres habe die Stadtverwaltung den Lebensrettern mitgeteilt, dass die bestehende Regelung nicht mehr fortgeführt werden könne, da es sich bei der Butjadinger DLRG nicht um einen Nordenhamer Verein handele. Künftig sollen in beiden Bädern pro Stunde 51,12 Euro pro Übungsstunde fällig werden – ab sofort. Das ergäbe jährliche Kosten von 6287 Euro – eine Steigerung von rund 1400 Prozent.
In einem Gespräch hätten die Nordenhamer Vertreter deutlich gemacht, dass die Stadt nicht gewillt sei, einen Verein aus der Nachbargemeinde zu unterstützen, deren Hallenbad aus Kostengründen verkauft worden sei. Außerdem erwartet die Stadt, dass sich die Gemeinde Butjadingen an den Kosten für die Nutzung der Bäder beteiligt. Ein gutes Argument, gibt auch Reiner Przyklang zu, der die Sorgen der Stadt nachvollziehen kann.
Im Gespräch im März habe man erreichen können, dass die neue Gebühr erst ab 2011 fällig wird. Dem Vorschlag, im Rahmen einer Ausbildungsoffensive auch Nordenhamer Kinder zu unterrichten, sei man nachgekommen – mit Erfolg. Die Butjenter DLRG wollte darüber hinaus prüfen, ob sie gegen Erstattung der Kosten am Lehrschwimmbecken des Störtebeker-Bades und am Nordenhamer Strand Wachdienst leisten könne. Das, sagte Reiner Przyklang, sei angesichts der Fülle von Aufgaben – unter anderem Wachdienste an den Butjadinger Stränden – nicht zu leisten. „Das übersteigt die Grenze ehrenamtlicher Arbeit“, meinte Schatzmeister Peter Schmidthüsen. Und: Selbst wenn man den Wachdienst hätte leisten können und mit den Nutzungsgebühren verrechnen würde, seien die Kosten unterm Strich immer noch weitaus höher als vor dem 1. Januar 2011.
Nicht mehr verhandelbar
Am 27. Dezember hat die Stadtverwaltung bestätigt, dass die neuen Kostensätze ab Januar zu zahlen sind. Daraufhin habe die DLRG noch einmal um ein Gespräch gebeten, an dem auch die Bürgermeister beider Kommunen hätten teilnehmen sollen. Die Vertreter der Stadt hätten sich dazu zwar bereit erklärt, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass die neuen Gebühren nicht mehr verhandelbar seien. Das sei mit dem Nordenhamer Bürgermeister Hans Francksen auch so abgestimmt worden, weshalb der – wenn es zu einem Gespräch kommen sollte – daran nicht teilnehmen werde.
Jetzt ist guter Rat teuer: Gelingt es nicht, einen Kompromiss zu finden, „müssen wir in einem halben Jahr den Ausbildungsbetrieb einstellen“, sagte Reiner Przyklang. Die Butjadinger DLRG habe kalkuliert und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass man 1500 Euro aus Eigenmitteln aufbringen kann. Bleibt eine Deckungslücke von knapp 4800 Euro.
Jetzt hat die DLRG einen Antrag an den Gemeinderat gestellt, die Kosten für den Ausbildungsbetrieb zu einem Teil zu übernehmen. Gleichzeitig erinnert Reiner Przyklang daran, dass 2004, als das Hallenbad in Tossens geschlossen wurde, der Gemeinderat beschlossen hat, den Übungsbetrieb der DLRG gewährleisten. Das wurde in den Verhandlungen mit der Stadt Nordenham auch erreicht. An den Übungsstunden in Nordenham nehmen jeweils zwischen 40 und 70 Kinder und Jugendliche teil, darunter auch viele aus Nordenham, die bei der Butjadinger DLRG mitmachen.
Von Klaus-Günter Oetting Kreiszeitung Wesermarsch
Schwimmausbildung gefährdet

Bislang nutzt die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen des Nordbad in Einswarden für das Jugendschwimmen (Bild) sowie das Störtebeker-Bad in Atens für die Ausbildung der Rettungsschwimmer
Stadt Nordenham erhöht Nutzungsgebühr für Hallenbäder um 1400 Prozent.
Gespräche mit der Stadt blieben erfolglos. Nunmehr soll sich die Gemeinde Butjadingen an der Finanzierung der Ausbildung beteiligen.
Es sei schon traurig, wenn es in der Küstenregion nicht mehr gewährleistet werden kann, dass die dort lebenden Kinder das Schwimmen erlernen, kritisiert Butjadingens DLRG-Chef Reiner Przyklang. Dazu könnte es kommen, wenn die Ortsgruppe Butjadingen der Rettungsschwimmer spätestens im 2. Halbjahr 2011 die Schwimmausbildung in der beiden Nordenhamer Hallenbädern einstellen müsste.
Diese Gefahr droht, denn die Stadt Nordenham hat die Nutzungsgebühr für ihre beiden Bäder für die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen um 1400 (!) Prozent erhöht. Statt wie bisher knapp über 400 Euro soll die DLRG jetzt fast 6300 Euro im Jahr dafür zahlen, dass sie für die Schwimmausbildung freitags von 18 bis 20 Uhr das Nordbad und von 20 bis 22 Uhr zwei Bahnen des Störtebeker-Bades nutzt.
Weil verschiedene Gespräche mit der Stadt Nordenham erfolglos blieben und die DLRG-Ortsgruppe die geforderte Summe nicht aufbringen kann, hat sie jetzt einen Zuschussantrag bei der Gemeinde Butjadingen eingereicht. Dabei erinnert die DLRG an einen Ratsbeschluss von 2004, wonach trotz des Verkaufs des ehemaligen Seewasser-Hallenbades in Tossens auch künftig die Schwimmausbildung der DLRG gewährleistet sein wird.
Aufgrund einer Vereinbarung mit der Stadt Nordenham konnte die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen die beiden Hallenbäder in der Unterweserstadt in den vergangenen Jahr zu einem Preis nutzen, der in Anlehnung an die Nutzungsgebühr für die Nordenhamer Vereine festgesetzt wurde. Er betrug 7,67 Euro pro Stunde lediglich für das Störtebeker-Bad.
Bereits im März vergangenen Jahres teilte die Stadt der DLRG mit, dass die bisherige Regelung nicht fortgesetzt werden kann. Die neue Nutzungsgebühr wurde nunmehr für beide Bäder auf 51,12 Euro Pro Stunden festgesetzt. Die Stadt begründete die drastische Erhöhung damit, dass die DLRG-Ortsgruppe Butjadingen kein Nordenhamer Verein ist und daher nicht mehr weiter von der Stadt gefördert werden könne. Die Stadt kam der DLRG aber entgegen und setzte die Erhöhung bis zum Jahresende 2010 aus.
In ihrem Antrag an die Gemeinde Butjadingen teilt die DLRG mit, dass sie maximal 1500 Euro aus eigenen Mitteln für die Schwimmausbildung aufbringen kann. Es bleibe somit eine Lücke von knapp 4800 Euro.
Sollte es keine Lösung geben, müsste die DLRG mittelfristig den Rettungswachdienst an den Butjadinger Stränden einstellen sowie sich aus dem Katastrophenschutz und dem Rettungsdienst zurückziehen, weil ihr dann das ausgebildete Personal fehlen wird, so Reiner Przyklang.
336 Mitgliedergehören derzeit der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen an, von denen 53 in Nordenham wohnen. Die Ortsgruppe verfügt über sechs Lehrscheininhaber und zehn bis zwölf Ausbildungshelfer, die an 30 bis 35 Ausbildungsabend in den beiden Nordenhamer Hallenbädern jährlich circa 2100 Ausbildungsstunden ehrenamtlich leisten.
Die Schwimmausbildungreicht vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmabzeichen. Im vergangenen Jahr absolvierten 92 Teilnehmer bei der DLRG-Ortsgruppe Butjadingen eine Schwimmprüfung, darunter über 60 Anfänger. 15 Absolventen erwarben das Rettungsschwimmabzeichen. In 2009 wurden sogar 127 Schwimmprüfungen abgenommen.
29.01.2011 von Rolf Bultmann NWZ



